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„Ferien auf Sagrotan“

Ingo Börchers ist der Daniel Düsentrieb des Kabaretts. Seine eiskalten und schnellen Pointen lassen die Vermutung zu, man hätte es hier mit einem Zyniker zu tun, dabei wirft er nur augenzwinkernde Blicke auf sich, seine Mitmenschen und seine Umwelt. In „Ferien auf Sagrotan“ lädt er sie ein zu einem Bildungsurlaub, keimfrei versteht sich. Der bekennende Hypochonder ist multitaskingfähig. Das heißt, er kann vor mehreren Krankheiten gleichzeitig Angst haben. Denn er weiß, sie lauern überall: Pilze und Bakterien,Viren und Parasiten, Sporen und Schmarotzer.
Darum wäscht er sich mehrmals täglich die Hände, wenn nicht mit Seife, so doch in Unschuld. Und damit ist er nicht allein. Wir wollen ein Leben ohne Nebenwirkungen. Nach uns der Beipackzettel. Keimfreiheit lautet das Gebot der Stunde.
Seine unglaubliche Wortgewandtheit macht Ingo Börchers zu einem wahnsinnig unterhaltsamen Zeitgenossen. Dass er dafür schon zahlreiche Preise erhalten hat, dürfte eigentlich niemanden mehr wundern: Der deutsche Kabarettpreis, der Melsunger Kabarettpreis, sowie der Rheinheimer Satirelöwe zieren unter anderem schon sein Regal.